Oberursel, 01.12.2025 08:21 Uhr
Nachbarschaftsraum wächst zusammen
Die evangelischen Kirchengemeinden in Oberursel und Steinbach wachsen nachbarschaftlich zusammen:
Seit gut zwei Jahren konkretisiert sich Schritt für Schritt die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden im neu geschaffenen Nachbarschaftsraum Oberursel und Steinbach, bestehend aus der Auferstehungskirche, Christuskirche, Heilig-Geist-Kirche, Kreuzkirche Bommersheim, Versöhnungsgemeinde Stierstadt/Weißkirchen, Evangelische Kirchengemeinde Oberstedten und der St. Georgsgemeinde in Steinbach. Weniger Pfarrstellen, knappe Finanzen und dabei hohe Kosten, wie z. B. aufwändige Gebäudeunterhaltung, sind zwei der hauptsächlichen Prämissen, unter welchen es in diesen Zeiten gilt, Zukunft zu gestalten, Wege und Lösungen für eine fruchtbare nachbarschaftliche Kooperation zu finden. Das frisch zusammengestellte „Verkündigungsteam“, bestehend aus Pfarrerinnen und Pfarrer, einer Jugendpädagogin und einer Kirchenmusikerin arbeitet und interagiert bereits gemeinsam im Nachbarschaftsraum.
Zum neuerlichen Treffen der Kirchenvorstandsmitglieder am 25. Oktober in der Versöhnungsgemeinde in Weißkirchen sind gut 50 haupt- und ehrenamtlich Engagierte aus den Kirchenvorständen der sieben Evangelischen Kirchengemeinden aus Oberursel und Steinbach gefolgt.
Gruppen formulierten die wichtig erscheinenden Inhalte und Aufgaben, die in einer christlichen Kirchengemeinde gepflegt und entwickelt werden sollten. Schnell wurde klar, dass gruppenübergreifend der Begriff „Gemeinschaft“ favorisiert wurde. In ausführlichen Erläuterungen stellten die Gruppen ihre Einschätzungen und ihre Ambitionen zu den einzelnen Themen vor, die auch in Zukunft ihren Stellenwert im Gemeindeleben des Nachbarschaftsraumes behalten und weiter entwickelt werden sollen. Großes Anliegen und Herausforderung ist u. a. die Gestaltung der Gottesdienste. Bei zukünftig 5,5 hauptamtlichen Stellen im Nachbarschaftsraum mit 7 Gemeinden kann es naturgemäß nicht jeden Sonntag in allen Kirchen des Nachbarschaftsraumes einen traditionellen Gottesdienst mit Pfarrerin oder Pfarrer geben. Hier gibt es aber Ideen und gelebte Praxis mit kreativen neuen Gottesdienst- und Andachtsformaten.
Die Sicherstellung der Ansprechbarkeit von Pfarrerinnen und Pfarrer vor Ort, die persönliche Präsenz bekannter und vertrauter „Gesichter“ in den Gemeinden, Öffnungszeiten eines Gemeindebüros, zentral oder vor Ort: Das liegt vielen auf der Seele. Praktizierte Nächstenliebe, Dienste für Bedürftige, die Bewahrung und Achtung der Schöpfung, Engagement für die Jugend und für Senioren, Beisammensein bei Festen und Feiern, Ökumene und so vieles mehr sollen strahlen in das zukünftige nachbarschaftliche Gemeindeleben.
Was empfinden wir, wenn wir die eigenen, von oben bis unten vollgeschriebenen „To-do“-Listen ansehen? Fühlen wir einen Druck zur Bewältigung der Aufgaben? Stress und Ängste hinsichtlich Zeit und Pensum? Eine verständliche Reaktion. Umso erleichternder und erstaunlicher der Eindruck, dass sich die Versammelten in Weißkirchen mit so viel Begeisterung, Engagement und Knowhow gemeinsam für die Ziele und Werte christlichen Lebens in Oberursel und Steinbach der aktuellen Aufgaben widmen. So kann sich Kirche bzw. Gemeindeleben mit christlichen Werte- und Denkwelten weiter in unserer Gesellschaft sinnstiftend positionieren.
Schon während der vergangenen Sitzungen der Kirchenvorstände in den einzelnen Gemeinden wurde viel bedacht, beraten, abgewogen und beschlossen. So hatte man sich zunächst geeinigt, als Rechtsform für die zukünftig kooperierenden Gemeinden mit einer sog. „Fusion“ eine Kirchengemeinde unter neuem Namen zu bilden. Nach Abschluss aller noch nötigen rechtlichen Verfahren und unter Berücksichtigung kirchenrechtlicher Vorgaben soll der Name der neuen Kirchengemeinde sein: „Evangelische Kirchengemeinde Oberursel und Steinbach“. Der neue Kirchenvorstand wird im Sommer 2027 gewählt und ab dem 1. September 2027 im Amt sein. Die Fusion findet zum 1.1.2027 statt und in den Monaten dazwischen wird ein Kirchenvorstand mit jeweils zwei Ehrenamtlichen aus den bisherigen Kirchenvorständen der jeweiligen Gemeinden und zwei Pfarrpersonen aus dem Verkündigungsteam die neue Gemeinde leiten.
Dazu braucht es, sowohl bei den hauptamtlichen Profis wie bei den ehrenamtlich wirkenden, aktive und ambitionierte Menschen – und sofort stellt sich die spannende Frage: „Wer macht weiter, wer macht mit und kandidiert 2027 bei den Wahlen zum neuen Kirchenvorstand, engagiert sich bei der Gremienarbeit in den Ausschüssen und Arbeitskreisen der Ortsgemeinden?“ – Und siehe da: Viele der Anwesenden signalisierten ihre Bereitschaft zu weiterem Engagement. Gemeinsam mit Tatkraft, Zuversicht und Gottes Segen sollte es gelingen!
Andreas Mehner
Seit gut zwei Jahren konkretisiert sich Schritt für Schritt die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden im neu geschaffenen Nachbarschaftsraum Oberursel und Steinbach, bestehend aus der Auferstehungskirche, Christuskirche, Heilig-Geist-Kirche, Kreuzkirche Bommersheim, Versöhnungsgemeinde Stierstadt/Weißkirchen, Evangelische Kirchengemeinde Oberstedten und der St. Georgsgemeinde in Steinbach. Weniger Pfarrstellen, knappe Finanzen und dabei hohe Kosten, wie z. B. aufwändige Gebäudeunterhaltung, sind zwei der hauptsächlichen Prämissen, unter welchen es in diesen Zeiten gilt, Zukunft zu gestalten, Wege und Lösungen für eine fruchtbare nachbarschaftliche Kooperation zu finden. Das frisch zusammengestellte „Verkündigungsteam“, bestehend aus Pfarrerinnen und Pfarrer, einer Jugendpädagogin und einer Kirchenmusikerin arbeitet und interagiert bereits gemeinsam im Nachbarschaftsraum.
Zum neuerlichen Treffen der Kirchenvorstandsmitglieder am 25. Oktober in der Versöhnungsgemeinde in Weißkirchen sind gut 50 haupt- und ehrenamtlich Engagierte aus den Kirchenvorständen der sieben Evangelischen Kirchengemeinden aus Oberursel und Steinbach gefolgt.
Gruppen formulierten die wichtig erscheinenden Inhalte und Aufgaben, die in einer christlichen Kirchengemeinde gepflegt und entwickelt werden sollten. Schnell wurde klar, dass gruppenübergreifend der Begriff „Gemeinschaft“ favorisiert wurde. In ausführlichen Erläuterungen stellten die Gruppen ihre Einschätzungen und ihre Ambitionen zu den einzelnen Themen vor, die auch in Zukunft ihren Stellenwert im Gemeindeleben des Nachbarschaftsraumes behalten und weiter entwickelt werden sollen. Großes Anliegen und Herausforderung ist u. a. die Gestaltung der Gottesdienste. Bei zukünftig 5,5 hauptamtlichen Stellen im Nachbarschaftsraum mit 7 Gemeinden kann es naturgemäß nicht jeden Sonntag in allen Kirchen des Nachbarschaftsraumes einen traditionellen Gottesdienst mit Pfarrerin oder Pfarrer geben. Hier gibt es aber Ideen und gelebte Praxis mit kreativen neuen Gottesdienst- und Andachtsformaten.
Die Sicherstellung der Ansprechbarkeit von Pfarrerinnen und Pfarrer vor Ort, die persönliche Präsenz bekannter und vertrauter „Gesichter“ in den Gemeinden, Öffnungszeiten eines Gemeindebüros, zentral oder vor Ort: Das liegt vielen auf der Seele. Praktizierte Nächstenliebe, Dienste für Bedürftige, die Bewahrung und Achtung der Schöpfung, Engagement für die Jugend und für Senioren, Beisammensein bei Festen und Feiern, Ökumene und so vieles mehr sollen strahlen in das zukünftige nachbarschaftliche Gemeindeleben.
Was empfinden wir, wenn wir die eigenen, von oben bis unten vollgeschriebenen „To-do“-Listen ansehen? Fühlen wir einen Druck zur Bewältigung der Aufgaben? Stress und Ängste hinsichtlich Zeit und Pensum? Eine verständliche Reaktion. Umso erleichternder und erstaunlicher der Eindruck, dass sich die Versammelten in Weißkirchen mit so viel Begeisterung, Engagement und Knowhow gemeinsam für die Ziele und Werte christlichen Lebens in Oberursel und Steinbach der aktuellen Aufgaben widmen. So kann sich Kirche bzw. Gemeindeleben mit christlichen Werte- und Denkwelten weiter in unserer Gesellschaft sinnstiftend positionieren.
Schon während der vergangenen Sitzungen der Kirchenvorstände in den einzelnen Gemeinden wurde viel bedacht, beraten, abgewogen und beschlossen. So hatte man sich zunächst geeinigt, als Rechtsform für die zukünftig kooperierenden Gemeinden mit einer sog. „Fusion“ eine Kirchengemeinde unter neuem Namen zu bilden. Nach Abschluss aller noch nötigen rechtlichen Verfahren und unter Berücksichtigung kirchenrechtlicher Vorgaben soll der Name der neuen Kirchengemeinde sein: „Evangelische Kirchengemeinde Oberursel und Steinbach“. Der neue Kirchenvorstand wird im Sommer 2027 gewählt und ab dem 1. September 2027 im Amt sein. Die Fusion findet zum 1.1.2027 statt und in den Monaten dazwischen wird ein Kirchenvorstand mit jeweils zwei Ehrenamtlichen aus den bisherigen Kirchenvorständen der jeweiligen Gemeinden und zwei Pfarrpersonen aus dem Verkündigungsteam die neue Gemeinde leiten.
Dazu braucht es, sowohl bei den hauptamtlichen Profis wie bei den ehrenamtlich wirkenden, aktive und ambitionierte Menschen – und sofort stellt sich die spannende Frage: „Wer macht weiter, wer macht mit und kandidiert 2027 bei den Wahlen zum neuen Kirchenvorstand, engagiert sich bei der Gremienarbeit in den Ausschüssen und Arbeitskreisen der Ortsgemeinden?“ – Und siehe da: Viele der Anwesenden signalisierten ihre Bereitschaft zu weiterem Engagement. Gemeinsam mit Tatkraft, Zuversicht und Gottes Segen sollte es gelingen!
Andreas Mehner
